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John Fekner
John Fekner
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John Fekner

In den 70ern war John Fekner „anonym bekannt“ für mehr als 300 umgebungsbezogene/konzeptionelle Werke, die aus Daten, Worten oder Symbolen bestanden und gesprayt waren und die er über die fünf Bezirke New Yorks verteilt hatte.

Das „Warning Signs“ - Projekt konzentrierte sich darauf auf die gefährlichen Zustände aufmerksam zu machen, die in den 70er Jahren New York City und die Umgebung dominierten. Im Frühjahr 1977 kreierte Fekner Schilder mit Worten darauf, indem er von Hand ausgeschnittene Schablonen und Sprühfarbe verwendete.

Er begann so einen unermüdlichen Kreuzzug und beschäftige sich mit sozialen und umweltbedingten Themen. Seine Botschaften konnte man anfänglich in den Straßen der Industriegebiete von Queens und den East River Brücken lesen, später in den 80ern in der Bronx. Alles Gebiete, die dringend nach Konstruktion, Abriss oder Rekonstruktion verlangten.

Er bemalte Strukturen und hob Probleme hervor mit dem Ziel, auf die zunehmende Vernachlässigung aufmerksam zu machen und drängte so die Zuständigen der Stadt und die lokalen Behörden dazu, Verantworung zu übernehmen und aktiv zu werden. Seine ersten Projekte „Growth Decay, Industrial Fossil, Urban Decay, Decay/ Abandoned, Instant This Instant That,“ und „The Remains of Industry „waren nicht dazu gedacht längere Zeit zu bestehen.

Sie waren dann gelungen, wenn die vorherrschenden Zustände beseitigt oder behoben wurden. John Russell der New Yorker Times schrieb über Fekner, er sei ein Künstler, der nicht nur in sondern auch mit New York arbeite.

Die Stadt im Sinne ihrer eher enterbteren Ansichten ist der Rohstoff mit dem er hantiert seitdem er im Jahre 1976 einen Raum im P.S.1-Atelier in Long Island City bekam . Er lernte das riesige, heruntergekommene Gebäude als „eine in die Jahre gekommene Person zu betrachten, die plötzlich ihre Lebenserfahrung wahrnimmt“ . In Queens und der Bronx ging er auf die Straße und arbeitete so, dass lang vergessene Orte wieder an Bedeutung und Dringlichkeit gewannen.

Mit wenigen Worten (beispielsweise durch „Decay“ oder „Broken Promises“) brachte er ein
Stück Straßentheater in die verhängnisvollen Gebiete. An der Seite der Pulaski Brücke nahe dem Queens-Midtown-Tunnel vermischte er die Gegenwart mit der Vergangenheit durch eine einzige Aussage, die er mit der Schablone sprayte („Wheels over Indian Trails z.B.) Was anderswo als Vandalismus galt, wurde hier als heilsam empfunden. Menschen aus den desolaten Teilen der Stadt sahen mehr, fühlten mehr, dachten mehr und kamen mehr aus ihrer Lethargie heraus.

Trotz dessen die Arbeit Fekners bisweilen extrem öffentlich gewesen ist, raffiniert medienwirksam und technologisch gesteuert, hat er es doch geschafft, zurückhaltend zu bleiben und entschlossen visioniert zu sein.

www.johnfekner.com/about.php

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